GefügeprüfungAufwandsarme qualitative Beurteilung Das Materialgefüge von Metallen ist entscheidend für die Festigkeit und Bearbeitbarkeit eines Werkstücks. Die Materialzusammensetzung der Ausgangsstoffe bei der Schmelze und Zusatzstoffe beim Gießen beeinflussen das Materialgefüge, insbesondere Magnesium. Auch durch einen Härteprozess wird das Materialgefüge an der Oberfläche verändert. Das Gefüge beeinflusst die Laufzeit der sich in einem Werkstück ausbreitenden Schallwellen. Die akustische Resonanzanalyse (auch "Klangprüfung" oder "Klanganalyse" genannt) ist in der Lage, qualitativ Veränderungen zu beurteilen. Hierzu vergleicht sie das (Klang-) Resonanzspektrum eines Prüflings mit dem Resonanzspektrum von Werkstücken mit bekanntem Gefüge. Die Resonanzanalyse wird in der Fertigung zur Gefügeprüfung für folgende Aufgaben eingesetzt: - Nodularität von Sphäroguss
- Unterscheidung von Gusseisen mit Kugelgraphit (GJS), Lamellengraphit (GJL) und Vermiculargraphit (GJV)
- Härteprüfung (gehärtet, teilgehärtet)
 |  |  | | Nodularer Graphit | Laminarer Graphit | Grauguss |
Anwendungen Verschiedene Branchen und Bereiche nutzen die zerstörungsfreie akustische Gefügeprüfung nach dem Resonanzverfahren: Metallguss
Sinterwerkstoffe
Beispiele für Anwendungen sind Nodularitätsprüfung, z. B. von Bremssatteln
Prüftechnik Für die fertigungsintegrierte Prüfung oder Entwicklung ist das Materialprüfsystem SonicTC verfügbar, das nach dem Resonanzanalyseverfahren ("Klangprüfung") arbeitet. Beschreibungen und Veröffentlichungen Hertlin, I.: Akustische Resonanzanalyse (Buch 2003), Bestellformular
Akustische Resonanzanalyse in der praktischen Anwendung (2009)
Vergleich und Auswahl von ZfP-Verfahren (Giesserei, 2009)
Akustische Methoden zur Werkstückprüfung (ETZ, 2007)
Hightech in der Pilgerstadt (Giesserei, 2007)
Die akustische Resonanzanalyse (2003)
Akustische Resonanzanalyse zur Riss- und Gefügeprüfung in der Serienfertigung (2000)
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