40 Jahre RTE: Von der NVH Prüfung zur vernetzten Prüftechnik

1986 – 1996

Ein Jahrzehnt, das aus Geräuschen messbare Qualität machte.
In den 1970er-Jahren war die akustische Qualitätsprüfung in vielen Betrieben vor allem subjektives Handwerk: hören, vergleichen, entscheiden. Mit dem Übergang in die 80er änderten sich die Anforderungen – Messsysteme wurden digitaler, PCs hielten Einzug in die Fertigung, und aus dem „Gefühl für Vibration und Geräusch“ entstanden die ersten objektiven und fähigen akustischen Prüfmethoden.
 
Genau hier beginnt 1986 der Start von RTE, eine damals mutige Ausgründung aus dem Fraunhofer-Institut IITB in Karlsruhe. Akustische Prüftechnik sollte digital und industriefähig werden.
Gleich zu Beginn zeigte sich, was „industriefähig“ heißen muss: RTE wirkte 1986 am ersten akustischen Qualitätsnetz mit, das in rauer Umgebung acht Prüfstände mit einer Zentrale verband – jeder Prüfstand bereits mit eigenem Computer ausgestattet.

Der Klassiker: subjektive Prüfung

In dieser Pionierphase entstanden robuste, automatische Prüfstände für führende Automobilhersteller – gebaut für den Takt der Fertigung.
Technisch war vieles Neuland und noch nicht am Markt verfügbar. Mit Hard- und Softwareentwicklung im eigenen Haus, wurde bei RTE die Basis für den Fortschritt gelegt. Wo am Markt noch passende Hardware fehlte, musste sie durch Eigenentwicklung verfügbar gemacht werden: von der Mess- und Signalverarbeitung bis zur Mess- und Prüfsoftware.
RTE ermöglichte aus Geräuschen klare Prüfentscheidungen zu treffen.
Ein prägendes Kundenprojekt der 1990er Jahre war die Entwicklung eines vollautomatischen Prüfstands zur Geräusch- und Funktionsprüfung von Schiebedächern in der Fertigungslinie.
Bis zu 12 Sensoren wurden gleichzeitig ausgewertet, um dadurch die Fehlererfassung bis auf den Millimeter genau zu bestimmen. Einen wichtigen Meilenstein setzte 1996 die Software PRODIAS – eine standardisierte und anwenderfreundliche Mess-und Prüfsoftware für alle Geräusch und Vibrationsprüfungen in der Serienfertigung. Sie bildete die Basis der späteren Prodias2000-Systemgeneration.

1996 – 2006

Neue Geschäftsfelder, von Akustik bis Prozessüberwachung
Zum 10-jährigen Jubiläum bekam die RTE-Geschichte eine eigene Stimme: Mit der ersten Ausgabe „RESONANZ“ wurde Know-how rund um akustische Prüftechnik greifbar und teilbar.
 
In dieser Phase schärfte RTE sein Profil: Der Luchs wurde Sinnbild für achtsame, schnelle, zuverlässige Qualitätsentscheidungen – nicht als Versprechen, sondern als Fakt. Technisch kamen neue Geschäftsfelder hinzu: akustische Materialprüfung mit der eigenen Software SR20AT sowie die Maschinen- und Prozessüberwachung mit LC Vibro.

       40 Jahre RTE – Wissen, das wir teilen:

Als Dankeschön zum Jubiläum verschenken wir an die ersten 40 Rückmeldungen unser Fachbuch „Akustische Resonanzanalyse – Informationsschriften zur zerstörungsfreien Prüfung“.

Die perfekte Ergänzung zur Arbeit mit SR20AT und modernen Resonanzanalysen.

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LCVibro als eigene, industrienahe Hardware ermöglichte die praxistaugliche akustische Prozesskontrolle – direkt am Messort. Mit der Software SR20AT konnte die akustische Materialprüfung über standardisierte Schnittstellen sauber in Automatisierung eingebunden werden. Eine leistungsfähige und reproduzierbare Prüftechnik. Mit SR20AT bekommt der Anwender innerhalb 1 Sekunde die Qualitätsbeurteilung!
 
Immer nah am Bedarf des Kunden: Immer häufiger wurde „mehr als nur akustisch“ geprüft – insbesondere in vollautomatischen Prüfanlagen, bei denen die akustische Geräuschprüfung um die Funktionsprüfung von elektrischen Parametern wie Stromaufnahme, Widerstand oder Drehmoment und vielen anderen Messparametern erweitert wurden. RTE lieferte die ersten vollautomatischen Gesamtprüfanlagen aus.

P L A Z H A L T E R  –   Text Dagmar

2006 – 2016

Inline denken, automatische Qualitätssicherung
2008 erhielt RTE den Designpreis für seine SonicTC.Line. Modernes Design für konservative und robuste Prüftechnik. Ein moderner Ansatz, der zeigt, dass Technik, Bedienbarkeit und Design zusammengehören.
 
Konsequent trieb RTE die Standardisierung für die Integration voran: Prüfsysteme wurden als Integrations-Kit gedacht – Sensorik, Datenerfassung und Prüf-PC, alles vorbereitet für die gängigen Kommunikationsprotokolle zur Anlagensteuerung.
Innovation entsteht nicht nur in der Industrie und somit gab es immer wieder interessante Projekte „außerhalb der Reihe“ – zum Beispiel die Forschung rund um die Spargelprüfung – ein kleiner Perspektivwechsel mit großer Lernkurve.

Methodisch wurde die Bewertung umfassender und komplexer: 2011 entwickelte RTE zusammen mit Daimler eine neue Methode zur Dämpfungs- und Gütebestimmung (Q-Bewertung) für Bremsscheiben – ein Vorreiterprojekt für die gesamte Automobilbranche – bis heute.
Für Daimler entstand somit die erste automatisierte Inline-Prüfung für Bremsscheiben inkl. der Dämpfungsmessung. Daimler ist mit dieser RTE Prüfmethode heute noch führend.
 
2016 wurde dann das neue und innovative Mess-und Prüfsystem SonicTC dem Markt präsentiert. Dieses zukunftsweisende Softwaresystem bestimmt seither die Entwicklung von RTE. SonicTC, das Mess- und Prüfsystem ist mehr als nur ein Prüfsystem, es ist eine modulare Integrationsplattform, die Prüfabläufe über unterschiedliche Prüfstände und Linien hinweg strukturiert und skalierbar macht – für alle erfassbaren Mess- und Prozessgrößen.

Was früher das geschulte Ohr war, ist heute Hightech.

Aber eines ist geblieben:
das Gefühl für den richtigen Klang.
Bei unserer 25-Jahr-Feier sogar im Chor. 😊

2016 – 2026

Qualitätssicherung – über Fertigungslinien und Standorte hinweg.
In diesem Jahrzehnt wurde der Bedarf die Fertigungsprozesse immer stärker zu vernetzen in der Industrie immer wichtiger. RTE folgte diesem Trend mit seinem SonicTC System und entwickelte die Client/Server Funktionalität stetig weiter.
Internationalität und Partnerschaften wurden verstärkt: 2017 startete das Joint Venture RTE Transweigh India Private Limited, 2019 folgte die Systempartnerschaft mit Polytec sowie eine Kooperation mit Fraunhofer IDMT für weiterführende gemeinsame Entwicklungsprojekte.
 
Gleichzeitig wuchsen die Anforderungen in Kundenprojekten: mehrere Prüfstationen parallel steuern, Messergebnisse mit anderen Messparametern zu korrelieren, um noch zuverlässigere Bewertungen zu ermöglichen.

2024 geht RTE mit SonicTC den nächsten Schritt hin zu zentraler Datenerfassung und Prüfanlagensteuerung. Der Client/Server-Ansatz macht Mess-, Prüf- und Prozessdaten zur „Single Source of Truth“ – mit zentraler Historie, Rechteverwaltung, Audit Trail sowie Auswertungen bis auf QM-Ebene mit SPC, Reports und Trends.

So entsteht aus einzelnen Prüfständen ein durchgängiges Qualitätsnetz – über Maschinen, Standorte und Länder hinweg. Damit ist die ursprüngliche Vision aus der Gründungszeit aktueller denn je.

 

seit 1986 international unterwegs

 

  • 5.000+ Kunden
  • 50+ Partner weltweit
  • in über 20 Verbänden

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Zum 40-jährigen Jubiläum bedanken wir uns für Ihr Vertrauen.


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