Rissüberwachung im Montageprozess

17 April 2018 - RTE

Fertigungsfehler, wie zum Beispiel Rissbildungen, machen sich häufig schon während des Fertigungs- oder Montagevorgangs akustisch bemerkbar. Mitarbeiter sind oft in der Lage, anhand von charakteristischen Geräuschen diese Fehler „zu hören“.

Bei einer aktuellen Anfrage ging es um Rissbildung in einer Kunststoffhülse, die während des Montagevorganges aufgepresst wird. Für eine zukünftige Prozessüberwachung sollte durch eine Vorortmessung geprüft werden, ob die Geräusche, die durch den Fehler entstehen, auch über eine objektive Messeinrichtung detektiert werden können. Wichtig war hierbei auch zu beurteilen, ob die Umgebungsbedingungen in den Produktionswerken dies zulassen.

   
Zeitsignale: Rissbildung (rot), Gutteil (grün) Spektren: Rissbildung (rot), Gutteil (grün)

Die Ergebnisse waren eindeutig, da die Geräuschpegel bei der Rissentstehung um mindestens ein vielfaches höher sind als die Umgebungsgeräusche. Zeitsignale und Spektren zeigen hierbei deutliche Unterschiede (siehe Grafik oben).

In einem nächsten Schritt wurde ein Mietsystem installiert, um die Machbarkeit in der Serienproduktion sicherzustellen. Nach einer 4-wöchigen Validierungsphase konnte das SonicTC-Prüfsystem freigegeben werden und wurde erfolgreich für die Rissüberwachung an 6 Montageplätzen installiert.

Wollen Sie mehr über Rissüberwachung in Prozessen wissen, schreiben Sie eine E-Mail an luchsletter@rte.de.

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